HAAS CNC-Maschinen bei Wyssen

Vor 85 Jahren hat Jakob Wyssen einen Seilkran gebaut, der heute als Industriestandard zum Transport von Holz und zunehmend auch für den Brückenbau gilt. Seine Enkel arbeiten heute noch aus Überzeugung mit CNC-Werkzeugmaschinen von Haas, um den Erfindungsreichtum der Familie fortzusetzen.


Wyssen baut und verkauft ganze Seilkrananlagen aus Laufwagen, Seil, Masten und Winden. Das Unternehmen liefert auch Komplettsysteme mit und ohne Installation. „Manche Laufwagen sind mit einem Motor ausgestattet, um auch sehr schwere Lasten von bis zu 20 Tonnen zu heben!“ sagt Jürg Wyssen. „Doch auf dem Weg nach unten übernimmt die Schwerkraft den Großteil der Arbeit. So spart man viel Energie.“

Seine erste Haas CNC-Werkzeugmaschine, genauer gesagt, ein gebrauchtes vertikales Bearbeitungszentrum VF-4, hat Wyssen vor 6 bis 7 Jahren gekauft. Ein Jahr danach wurden eine Super Mini-Mill und eine Fräsmaschine für den Werkzeug- und Vorrichtungsbau TM-1 angeschafft. Wieder ein Jahr später folgten ein CNC-Drehzentrum SL-20 und eine weitere Super MiniMill. Seit damals investiert das Unternehmen kontinuierlich in Haas und fertigt heute fast alle Teile für seine Krane und Lawinen-Systeme selbst.

Tausend Gründe für HaasCNC MACHINING 
„Wir halten beinahe alle Teile auf Lager vor“, erklärt Jürg Wyssen, „selbst für Maschinen, die vor 60 Jahren gebaut wurden. Die Produkte von Wyssen sind eben für die Ewigkeit gemacht!“ „Die  Getriebe beziehen wir von Zulieferern“, ergänzt er, „und auch einige spezielle Oberflächenbehandlungen, wie das Eloxieren. Das Schleifen, Vernickeln, Härten und Verchromen wird alles extern  erledigt.“ Da aber jeder fertige Wyssen Seilkran aus etwa 1000 Teilen besteht, bleibt für die Haas Werkzeugmaschinen noch jede Menge zu tun. „Bei Wyssen werden alle Teile mit SolidWorks entworfen. Die Programme werden mit Esprit CAM erstellt und dann direkt in die Maschinen geladen. Ein Los besteht für gewöhnlich aus 30 Teilen, so dass kurze Rüstzeiten wichtig sind.“ Jürg Wyssen erzählt, dass er immer möglichst viele Teile in einer Aufspannung bearbeiten möchte. „Der sofort einsatzbereite Drehtisch mit 4. Achse war ein weiterer Grund, warum wir uns entschieden, in Haas zu investieren. Uns hat sehr gefallen, dass die 4. Achse auch von Haas gebaut wird. Das erleichtert die Einrichtung der Maschine erheblich. Und es hat niemals ein Problem mit der Schnittstelle zwischen Maschine und Drehtisch gegeben.“ Die Haas TL-25 ist mit voller C-Achse, angetriebenen Werkzeugen und zweiter Spindel ausgestattet. Daher können die Werkstücke auf der Rückseite bearbeitet werden und müssen für die Weiterbearbeitung nicht mehr zu einer der vertikalen Bearbeitungszentren wechseln. Der eloxierte Hydraulikblock wird in zwei Aufspannungen auf der Haas VF-4  bearbeitet, wobei beide Male der Haas Drehtisch mit 4. Achse zum Einsatz kommt. Die Losgrößen liegen zumeist bei 30 Teilen. Die Bearbeitungsdauer pro Teil beträgt etwa eine Stunde. Bei einigen Teilen ist aber ein Wechsel der Maschinen unvermeidbar. Losgrößen von 50, etwa 30 cm langen, schweren Stahlteilen werden auf der SL-20 oder der TL-25 gedreht, bevor auf der VF-4 in jedes Ende ein Querloch eingebracht wird. Als letzter Arbeitsschritt folgt eine Nut, die ebenfalls auf der TL-25 hergestellt wird.

Die angetriebenen Werkzeuge und die zweite Spindel der TL-25 werden genutzt, um beispielsweise Spannhülsen zu bohren und Bolzen und Spezialschrauben zu fräsen.34 | www.HaasCNC.com
„Das schwierigste und technisch anspruchsvollste Teil, das wir auf den Haas Maschinen fertigen, ist die Seilstruppe“, erläutert Jürg Wyssen, „die eine komplizierte Geometrie und enge Toleranzen
besitzt sowie aus hochfestem Stahl besteht. Sie wird auf der VF-4, wieder in zwei Aufspannungen und wieder mit der 4. Achse gefräst.“ In der Schweiz werden die Haas Maschinen vom Haas Factory
Outlet (HFO) der URMA AG, einem bekannten Hersteller von Werkzeugen für Bohrbearbeitung wie Ausdrehwerkzeugen und Hochleistungsreibahlen, vertrieben und betreut.Die erste Haas Maschine haben Jürg Wyssen und seine Brüder auf der Prodex Messe in Basel gesehen.

„Damals hatte sich der Leiter unserer Maschinenwerkstatt auf einen anderen Maschinentyp, auch aus den USA, festgelegt. Doch als der Kauf praktisch schon beschlossen war, habe ich mich mit URMA in Verbindung gesetzt und nach den Maschinen gefragt, die ich in Basel gesehen hatte. Ich musste feststellen, dass eine Haas Maschine mit den gleichen Spezifikationen, wie die Maschine, die unser Werkstattleiter haben wollte, nur die Hälfte kostete!“

Ein Verwandter, der in der Nähe eine Maschinenwerkstatt betrieb, arbeitete bereits mit einer Haas. Jürg Wyssen fragte ihn, was er von Haas hielt. „Er hat mir gesagt, dass in den sieben Jahren, in denen die Maschine jeden Tag im Einsatz war, es nicht das geringste Problem gegeben hat. Das hat dann den Ausschlag gegeben.“

Das ursprüngliche Produkt des Gründers Jakob Wyssen, der Seilkran, macht heute noch etwa 65 % des Umsatzes aus. Wachsende Märkte in Chile und Osteuropa werden wahrscheinlich dazu beitragen, dass dies über die nächsten Jahre auch so bleiben wird. Doch mit den drei Brüdern und ihrem Cousin an der Spitze und einer Werkstatt voller Haas Maschinen werden innovative Produkte wie das System zum kontrollierten Auslösen von Lawinen für die Zukunft des Unternehmens eine immer größere Rolle spielen. Jakob („Köbi“), der Namensvetter des Firmengründers, formuliert ein abschließendes Urteil über die Haas Maschinen: „Sie versetzen uns in die Lage, alle benötigten Teile schnell zu produzieren“, sagt er. „Sie sind sich ähnlich und verwenden die gleiche Steuerung, so dass wir nur wenige Arbeitskräfte benötigen. Da es in dieser Region schwierig ist, qualifizierte Maschinenbediener zu finden, ist das für uns ein Vorteil. Das bedeutet, dass wir alles im Unternehmen selbst herstellen können – mit einfach zu bedienenden und zuverlässigen Maschinen, die von URMA, dem lokalen HFO von Haas, sehr gut betreut werden. Ich glaube, mein Großvater hätte sich auch für Haas entschieden.“ 

Weitere Informationen
Produktgruppen:
Werkzeugmaschinen
    Bearbeitungszentren

Anwendungsbereich:
Maschinenbau

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Foto von  Yannick Berner

Yannick Berner

Urma AG Werkzeugfabrik

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